8er Heuma


Wir hatten zum Heu zusammenrechen schon immer den Heuma (vom Hersteller Niemeier, Heuma ist eine Abkürzung für Heumaschine), er hatte aber den Nachteil, dass er nur eine Arbeitsbreite von 2 Metern hatte.

Mit der Arbeit des Kreiselheuers war ich noch nie zufrieden, denn er verursacht viel zu viele Bröckelverluste, auch wenn man mit nur geringer Drehzahl fährt. Es werden durch die schlagende Bewegung fast alle Blätter und Blüten abgeschlagen, und in denen steckt nun mal das Eiweiss und die Energie. Man kann das sehr schön beobachten, wenn man zur Heuerntezeit übers Land fährt, der Kreiselheuer verursacht regerecht ein Staubwolke hinter sich, das sind alles Bröckelverluste. Der Kreiselheuer ist für mich die zweit schlimmste Erfindung, gleich nach der Atombombe. Er verursacht jedes Jahr riesige Schäden durch die Bröckelverluste und man fährt nur minderwertiges Heu nach Hause. Den Kreiselheuer verwenden wir nur noch zum anstreuen, direkt nach dem mähen, wenn das Gras noch frisch ist und er noch keinen Schaden anrichten kann, besser wäre allerdings hier ein Mähwerk mit Aufbereiter.

Mit dem Heuma kann man aber nicht nur Heu zusammenrechen, sondern durch einfaches Umstellen auch schonend wenden, was er meiner Meinung nach auch noch besserer macht, den das Heu liegt lockerer auf der Wiese, mit mehr Abstand zum Boden, dadurch kann es besser trocknen.
Das Problem mit der zu geringen Arbeitsbreite habe ich gelöst, in dem ich mir sehr günstig einen zweiten Heuma kaufte, und ich die beiden zusammenfügte. Als ersten habe ich die beiden einfach starr aneinander geschweisst, das hat schon ganz gut funktioniert, allerdings blieb zu viel Heu bei Bodenunebenheiten liegen. Danach habe ich in der Mitte ein Scharnier mit einem Tastrad eingebaut und somit das Problem gut lösen können. Die Maschine hat jetzt eine Arbeitsbreite von 4 Metern, was für uns bei einer Ackerfutterfläche von maximal 8 ha ausreichend ist. Das einzige Problem an der Maschine ist die Transportlänge von 8 Metern, was auf engen Feldwegen hin und wieder etwas Geschick erfordert.

Der Heuma hat mich insgesamt ca. 150 Euro gekosten.


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