Alexandrinerklee als Zwischenfrucht nach Winterweizen



Bild wurde am 3.10.2004 aufgenommen


Für gewöhnlich säe ich nach Getreide eine Zwischenfrucht aus, wenn diese nicht schon in Form einer Untersaat vorhanden ist. Selbst bei Sommerweizen hatte ich noch einen hohen Grünmasse Ertrag. Dabei bevorzuge ich den Alexandrinerklee, er hat eine rasche Entwicklung, sammelt Stickstoff, bildet bei frühzeitiger Aussaat und günstiger Witterung noch viel organische Substanz aus und das Saatgut ist nicht zu teuer. Aber auch bei einem nur mässigen oberirdischem Aufwuchs durchwurzelt er den Boden noch gut.

Auf diesem Feld wurde das Stroh abgefahren. Mit dem Grubber wurde nur ganz flach (ca. 5 cm) gearbeitet.

Die Aussaat war wie üblich:
Nach der Ernte schnellst möglich mit dem Flügelscharrgrubber flach (ca. 5 cm) und flächig die Stoppeln bearbeitet. Danach mit dem Mineraldüngrstreuer den Klee ausgesät (ca. 12 kg/ha), abschliessend nur noch ein Arbeitsgang mit der Cambrigewalze.
Der Aufgang war ein wenig verzögert, weil es zu trocken war, aber dennoch gut.
Auf dem Bild sieht man deutlich, dass die Stoppelreste nach dem grubbern auf der Oberfläche liegen blieben, dass das Stroh den Boden von Anfang an ein wenig beschattet und es unter dem Klee durch eine gleichmässige Feuchtigkeit bis zum späten Herbst gut anrotten konnte.

Zu Anfang dachte ich, dass der Aufgang vom Alexandrinerklee besser und rascher wäre wenn man das Saatgut in Drillsaat ausbringen würde. Aber meine Erfahrungen haben gezeigt, dass da in unserem Fall kein Unterschied besteht. Wichtig ist nur, dass man die Aussaat schnell durchführt: Schnellstmöglich nach der Ernte flach und flächig grubbern, danach ohne Zeitverlust sofort säen und walzen. Im August kann bereits innerhalb einer Stunde sehr viel wertvolle Feuchtigkeit verdunsten, deswegen arbeiten wir bei der Zwischenfruchtaussaat immer mit zwei Traktoren. Bevor ich mit dem grubbern fertig bin fängt mein Vater bereits mit dem aussäen der Zwischenfrucht an, bevor diese bereits ganz ausgesät ist beginne ich schon mit dem walzen. Wenn andere Betriebe den Klee nach einer Pflugfurche ausbringen, das Saatbeet mit der Kreiselegge bearbeiten, die Saat drillen und danach noch mit der Walze drüber fahren, bringt das beim Aufgang keinen Unterschied. Auch hat sich bei uns gezeigt das eine Saatmenge von 12 kg/ha ausreichend ist. Dadurch hat das Ausfallgetreide noch die Möglichkeit aufzulaufen, wird aber dann später vom Alexandrinerklee völlig unterdrückt. Bei einem dichten, goschlossenem Pflanzenbestand gibt es so gut wie keinen Unkrautaufwuchs. Bei Samenunkräutern muss man allerdings darauf achten den Bestand zu mulchen bevor das Unkraut zur Samenreife kommt.



© 2004 - 2016 Albert Brandmair