Roggen mit Leindotter und Weisskleeuntersaat


Der Roggen (Conduct 161 kg/ha) wurde am 20.09.2009 gesät. Den Leindotter (Calena ca. 2 kg/ha) und den Weissklee (Lirepa ca. 2 kg/ha) habe ich im selben Arbeitsgang mit meiner umgebauten Sämaschine gesät.

 04.10.2008
Der Roggen und die Untersaaten sind sehr schön aufgelaufen.

 09.11.2008
Der Bestand sieht sehr gut aus, allerdings ist mir die Bodenbedeckung zu gering. Auch das Nahrungsangebot für den Regenwurm ist zu gering, es besteht die Gefahr, dass er über Winter verhungert.

 04.04.2009
Der Roggen hat den Winter gut überstanden.

 19.04.2009
Der Roggen hat sich gut entwickelt. Der Weissklee war im Bestand fast nicht zu finden.

 24.05.2009
Ein wunderschöner Roggenbestand und fast unkrautfrei, nur ein wenig Vogelmirre war zu finden. Auf eine Unkrautbekämpfung konnte gänzlich verzichtet werden.

 28.06.2009
Von Leindotter war nichts mehr übrig und der Weissklee war fast nicht mehr zu finden.

 12.07.2009
Der Roggen zwei Wochen vor der Ernte.

 12.07.2009
Der Weissklee war zwei Wochen vor der Ernte jetzt endlich etwas stärker im Bestand vorhanden. Der Roggen war so hoch und stand so dicht, dass der Weissklee zu wenig Licht hatte. So sollte es sein, ein dichter Getreidebestand , der bis zur Abreife kein Licht auf den Boden durchlässt, sondern Wasser, Nährstoffe und das Sonnenlicht selbst für einen guten Ertrag nutzt. Erst mit beginn der Abreife, wenn das Getreide keine Nährstoffe und kein Wasser mehr für ihr Wachstum benötigt, sollte sofort eine Untersaat diese natürlichen Ressourcen ausnutzen.

 12.08.2009
So sah das Feld zwei Wochen nach der Ernte (Ernte: 27. Juli) aus, es war schon fast ein geschlossener und dichter Weisskleebestand vorhanden, obwohl ich die Fläche am 6. August gemulcht hatte, damit die Getreidestoppeln und das Reststroh zerkleinert werden und der Weissklee gleichmässiger heranwächst.

 30.08.2009
Bereits vier Wochen nach der Ernte war ein wunderschöner, gleichmässiger, dichter und fast unkrautfreier Weisskleebestand zu sehen.

 30.08.2009
Am 30. August habe ich den Weissklee mit dem Grubber umgebrochen. Man sieht auf dem Bild sehr deutlich das sehr starke und dichte Wurzelwerk vom Weissklee mit den vielen Knöllchenbakterien. So einen oberirdischen Aufwuchs und so ein Wurzelbild würde man in nur fünf Wochen mit einer Zwischenfrucht nicht erreichen.

Schlussfolgerung:

Der Weissklee als Untersaat hat sich bei mir schon mehrfach bewährt, in einem dichten Getreidebestand hält er sich bis zur Abreife zurrück, in einem dünnen oder lückigem Bestand übernimmt er sehr bald die Aufgabe der Bodenbedeckung. Bei dieser Anbaumethode ist mir allerdings die Bodenbedeckung im Herbst und das Nahrungsangebot für den Regenwurm noch zu gering, da müsste ich noch mit abfrierenden Deckfrüchten arbeiten. Möglich wäre da zum Beispiel Senf, Buchweizen oder Alexandrinerklee.




© 2004 - 2016 Albert Brandmair